Aller Anfang macht Spaß

Hunde sind wie Menschen soziale Lebewesen. Auch wenn die Voraussetzungen für ein Zusammenleben in der Gemeinschaft im Erbgut verankert sind, so muss das Verhalten individuell im Kontakt mit anderen etwa gleichaltrigen Hundewelpen geübt und gelernt werden.

Andere Hunde von klein auf zu kennen, ist deshalb wichtig für das Rudeltier Hund. Ausschließlicher Kontakt zu Menschen kann zu Aggressionsverhalten gegen Artgenossen führen. Sinn des Welpentreffs ist es, das Sozialverhalten unter Artgenossen einzuüben, den meist unerfahrenen Hundebesitzern die Grundregeln eines artgemäßen, konsequenten Umgangs und die Erziehung des Hundes zu erklären und die Hunde an ihren Besitzer zu binden. Das heißt, es spielen nicht nur die Welpen miteinander, sondern stets werden auch Spieleinheiten für Besitzer mit eigenen (angeleinten) Welpen angeregt. 

 

 Ausbildung zum verkehrssicheren Begleithund

Diese Ausbildung stellt den Einstieg in den Hundesport dar. Ihr erfolgreiches Bestehen ist sowohl für Schutzhunde-Sport als auch Agility eine grundlegende Voraussetzung. Wer erfolgreich am Augsburger Modell teilgenommen hat, tut zum Bestehen der BH-Prüfung meist nur noch einen kleinen Schritt.

Die Begleithundprüfung besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden auf dem Übungsplatz Leinenführigkeit und Unbefangenheit, Freifolge, Sitz aus der Bewegung und Ablegen in Verbindung mit Herankommen geprüft. Im zweiten Teil wird die Verkehrssicherheit getestet. Der Hund geht angeleint und soll sich gegenüber Passanten und dichtem Verkehr gleichgültig verhalten. Zur Prüfung gehört außerdem, dass der Hund fest angebunden auf dem Gehweg einer mäßig belebten Straße zwei Minuten allein bleibt – Herrchen ist außer Sichtweite – und weder Passanten noch andere Hunde anknurrt. Eine Überprüfung der Schussgleichgültigkeit findet nicht statt.

Zur Prüfung wird der Hund frühestens im Alter von 15 Monaten zugelassen. Für die Anerkennung der Prüfung ist die Mitgliedschaft im SV oder einem VDH-anerkannten Verein notwendig.

 

Schutzdienst: beste Lehrzeit für Hund und Mensch

Schutzdienst, die Königsdisziplin der Hundearbeit, ist kein Selbstzweck und soll auch nicht nur dazu dienen, bestimmte Aufgaben mit Hilfe eines Tiers zu erledigen. Schutzdienst ist auch eine der Grundvoraussetzungen für die Erhaltung der Rasse in ihrer bisherigen Qualität. Dabei stellen weder die Ausbildung noch der Sport selbst eine Gefahr für andere dar. Eher ist das Gegenteil richtig: Gerade der sportlich aktive, im Schutzdienst sichere und energische Hund zeigt sich Menschen gegenüber als gutartig und friedlich. Er kann sich im Schutzdienst-Sport austoben – und genau das schafft die Ausgeglichenheit, die von dem Tier gefordert wird.

Die Voraussetzung einer gezielten Schutzhundausbildung beruht deshalb immer auf dem inneren Zusammenhang zwischen Triebveranlagung, Belastbarkeit und Selbstsicherheit. Eine wichtige Rolle spielt dabei die ererbte Freude an der Auseinandersetzung, nicht zu verwechseln mit Aggression und Schärfe. Belastbarkeit, die andere Voraussetzung, setzt physische Robustheit voraus, Gesundheit und damit auch die körperliche Fähigkeit zu Leistung. Als Selbstsicherheit werden die Fähigkeit und der Wille, auch in kritischen und gefährlichen Situationen zu helfen, gewertet. Sind diese Eigenschaften in einem Junghund erkannt, eignet er sich voraussichtlich für eine Schutzhundausbildung – vorausgesetzt, auch seine Belastbarkeit erlaubt das anstrengende Training. All das richtig einzuschätzen, ist Aufgabe und Leistung des Besitzers und Ausbilders.

Ausbildung zum Schutzhund – das ist für viele Hundesportler die Krönung ihres Zusammenlebens mit dem Tier an ihrer Seite. Hier kann der Hund mehr als Kunststückchen machen, ist ein anderer als nur der amüsante Begleiter, nicht nur ein daneben lebendes Stück Naturersatz. Schutzhunde sind beste Familienmitglieder aus eigenem Wollen und mit eigenem Urteilsvermögen.

Erfahrene Ausbildungswarte in den Ortsgruppendes SV stehen bei der Ausbildung mit Rat und Tat zur Seite und bereiten die Hundeführer und ihre Tiere auf die Schutzhundprüfung vor, die später von SV-Leistungsrichtern abgenommen wird. Die Schutzhundprüfung umfasst die Sparten Fährtenarbeit, Unterordnung und Schutzdienst.

 

Die Zuchtschau: nur schön zu sein genügt hier nicht

Eine Zuchtschau beim SV: Das ist für jeden Hund (und seinen Besitzer) der Augenblick der Wahrheit. Denn hier geht es um das Wichtigste des Vereins – um die vererbbare Qualität seiner Tiere. Gutes Aussehen allein garantiert dabei noch keinen ersten Platz.

Für Zuchtschauen müssen Hunde in Vorprüfungen Leistungen erbringen – und sie körperlich unter Beweis stellen. Die Beurteilung durch ausgebildete SV-Zuchtrichter erfolgt nicht nur aus dem Stand, sondern auch im ausdauernden Trab. Die Bewertungen werden nach strengen Maßstäben abgegeben. Nur wenn Aussehen und Wesen im Hinblick auf den Rassestandard stimmen, kann der Richter eine Zuchtbewertung zuerkennen. Natürlich entwickelt sich dadurch auch ein Wettbewerb, in dem sich die Besten mit den Besten messen.

Der Verein für Deutsche Schäferhunde veranstaltet jährlich mehrere hundert Zuchtschauen. Orte und Termine geben die örtlichen Vereine bekannt und sind in der SV-Zeitung oder auf unserer Homepage nachzulesen. Die Ortsgruppenführen Sonderschauen für die Jugendklasse (12-18 Monate), die Junghundklasse (18-24 Monate) und die Gebrauchshundklasse (über 2 Jahre) durch. Zukünftige Züchter lassen ihre Tiere auf diesen Schauen zum ersten Mal kritisch begutachten.

Der Höhepunkt einmal im Jahr ist die SV-Bundessiegerzuchtschau, zu der nur Hunde mit Spitzenergebnissen zugelassen werden. Für jede Zuchtschau wird der Hund mit gezieltem Training optimal vorbereitet. Einen Faktor kann man kaum beeinflussen, die Tagesform des Vierbeiners. Genau wie wir Menschen sind auch Hunde manchmal nicht so gut drauf. Das ist kein Grund, auf den treuen Freund böse zu sein.

 

Wesenstest in der Ortsgruppe Landshut

In Anlehnung an den neu eingeführten Wesenstest unseres Hauptverbandes (SV), hat sich auch die Ortsgruppe Landshut dazu entschlossen, einen sog. Wesenstest (oder auch Wesenstraining) durchzuführen.

Drei unserer Mitglieder haben sich dazu bereit erklärt, dies selbstständig zu organisieren und durchzuführen. Dieses Wesenstraining soll helfen, Hunden Sicherheit zu geben - sowohl in "normalen" als auch in "schwierigen Situationen.

Anbei finden Sie die verschiedenen Übungen die hierbei durchgeführt werden:

1) Unbefangenheit
a. Identitätskontrolle durch Chipleser
b. Kontrolle des Zahnstatus
c. Messen des Hundes

2) Sozialverhalten
a. Beziehung zwischen Hund und Hundeführer
b. Verhalten des Hundes in einer Personengruppe
c. Begegnung mit fremdem Hund

3) Geräuschempfindlichkeit
a. Motorsäge
b. Kette in Blechschale
c. Schuss

4) Bewegungssicherheit
a. Wackeltisch
b. Triebziel auf Wackeltisch
c. Aufstieg/Höhenempfindlichkeit
d. Bewegungssicherheit auf glattem Boden

5) Spiel- und Beutetrieb
a. Spiel mit dem Hundeführer
b. Spiel mit einem Beauftragten
c. Finderwille
d. Spiel- und Beutetrieb auf glattem Boden

6) Grundwesen
a. Verhalten bei Vereinsamung